Für die Zucht von Honigbienen sind abgeschirmte Begattungsareale (= Belegstellen) nötig, um Eigenschaften wie Vitalität und Sanftmut sicher weiterzuvererben. Die Bienenköniginnen-Belegstelle Schellenberg in der Nähe von Simbach war daher das Ziel von Imkerpate Peter Reiß mit drei Jungimkern und 13 Jungköniginnen im Gepäck. Um 19 Uhr öffnet die Belegstelle, und pünktlich war die Abordnung vor Ort, um noch einen guten Platz auf der Wiese zu ergattern. Die Kästen mit den jungen Königinnen samt einem kleinen Hofstaat wurden gewissenhaft aufgestellt, der Eingang mit Wasser besprüht und dann die Fluglöcher geöffnet. Das war Abenteuer pur, zusammen mit vielen anderen Königinnenzüchtern diese besondere Atmosphäre einer Belegstelle zu erleben! Die jungen Königinnen brauchen etwa 2-3 Tage, bis sie brünftig werden und zum Begattungsflug ausfliegen. Nach ca. 10 Tagen können dann die hoffentlich alle begatteten Königinnen wieder nach Hause gefahren werden und ein großes Volk heranziehen. Schellenberg hat einen Schutzkreis von 10 Kilometerm, so dass hervorragende Zuchteigenschaften durch die Drohnen gewährleistet sind. Ein großer Dank geht an Peter Reiß, der sein Fachwissen mit den Jungimkern teilt, aber auch an Vorstand Klaus Oberbuchner, der heuer erstmalig eigene Königinnen züchtet und sehr gespannt auf das Ergebnis wartet. Jetzt heißt es „Daumen drücken“ und warten, bis hoffentlich alle Königinnen begattet und wohlauf wieder nach Hause gebracht werden können.






